Digitaler Produktpass: Neue EU-Vorgaben fordern mehr Transparenz im Handel
Ziel ist es, den gesamten Lebenszyklus eines Produkts transparenter zu machen: von der Herkunft über Materialien und CO₂-Bilanz bis hin zu Reparaturinformationen. Die Umsetzung beginnt schrittweise mit ersten Produktgruppen wie Batterien, Textilien und Elektronik, soll aber mittelfristig auf viele weitere Warengruppen ausgedehnt werden.
Was bedeutet das für den Handel?
Für Handelsunternehmen wird es zunehmend relevant, verlässliche Informationen aus der Lieferkette digital verfügbar zu machen – auch zur eigenen ESG-Berichterstattung oder für die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden. Digitale Lösungen wie der Eco-Produktpass ermöglichen eine zentrale, nachvollziehbare Darstellung dieser Informationen und könnten in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Produktportfolios werden.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie das bereits heute aussehen kann: In einem Pilotprojekt wurde eine Bio-Apfelschorle aus regionalem Streuobstanbau mit einem digitalen Produktpass ausgestattet. Neben Herkunft und Bio-Zertifizierung sind dort auch ESG-relevante Angaben, eine CO₂-Bilanz und weiterführende Dokumente wie Prüfberichte digital abrufbar – etwa über einen QR-Code auf der Verpackung oder im Webshop. Der Rückgriff auf Blockchain-Technologie sorgt für Fälschungssicherheit und Nachvollziehbarkeit.
Warum das Thema jetzt wichtig ist:
Auch wenn die rechtlichen Anforderungen schrittweise eingeführt werden, ist klar: Die Nachweispflicht zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten wird in den kommenden Jahren zunehmen – und der Handel wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen. Frühzeitig erprobte digitale Lösungen können helfen, sich strukturiert auf neue Berichtspflichten vorzubereiten und Nachhaltigkeit sichtbar zu machen.
Das Praxisbeispiel zum digitalen Produktpass der Bio-Apfelschorle finden Sie hier:
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